Eine Nacht
Es war an einem Mittwoch vor 3 Jahren, als sie sich das erste Mal trafen. Die Luft roch nach Sommer und die Lichterketten über ihren Köpfen spendete Licht. Sie saßen auf der Terrasse seiner Lieblingsbar, tranken Cocktails und unterhielten sich stundenlang über nebensächliche Dinge, als die Bedienung kam und nach ihrer letzten Bestellung fragte da die Bar gleich schließen würde. “Wir würden gerne zahlen.” sagte er. “Getrennt bitte.”
Ein Gentleman ist er ja nicht gerade, dachte sie, während die Lichterketten ausgeschaltet wurden und nur noch die Kerze ihnen Helligkeit spendete. Die Flamme reflektierte sich in den Augen ihres Gegenübers. Zauberhaften tanzten sie während er sagte: “Soll ich dir noch meinen Lieblingsplatz zeigen?”.
Kurz darauf schlenderten sie durch die dunkle Nacht. Das schweigen der Stadt umhüllte das Paar und sie hatte das Gefühl, dass nun alle Augen auf sie gerichtet waren.
Ihr Weg führte sie raus aus der Stadt, in Richtung eines kleinen Waldstückes nahe am gegenüberliegenden Flussufer. Als sie an einer Lichtung ankamen, breitete er seine Jacke auf der sommerfeuchten Wiese aus. “Von hier aus kann man die Sterne sehen!”. Er sagte es mit einer solchen Begeisterung, wie man sie sonst nur von einem Kind erwartet. Wenn schon kein Gentleman, dann wenigstens ein Romantiker, dachte sie während sie es sich auf der Jacke gemütlich machte. Nach einer Weile drehte sie sich zu ihm hin und sah ihrer Begleitung in die Augen. Sogar das Sternenlicht tanzte in seinen Augen. Es hatte den Anschein dass sich jede Form von strahlender Helligkeit in seinen Pupillen wohl fühlte.
Wie genau es dazu kam weiß sie heute nicht mehr, aber als es schon wieder Dämmerte lag sie neben ihm in seinem Bett, in seiner Wohnung. Neun Monate später brachte sie ihr erstes Kind zur Welt. Die Heirat fand kurz darauf statt.
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