Ankommen und Ankunft
Ankommen:
Endorphine klettern entlang den Nerven- und Blutbahnen rauf und runter. Die Sekunden bis sich die Tür des Wagens öffnet erscheinen wie eine Qual. Wie das Warten des Kindes auf den Moment in dem es sein Geschenk endlich auspacken darf. Und als das Geschenkpapier aufgerissen ist und ich ins Hell der Ruhrstadt blicke wirke ich geblendet. Die wenigen Meter von Bahnhof bis Begegnung wirken schwer und leicht zu gehen. Als ich seine Harre in meinem Augenwickel sehe bemerke ich erst wie sehr ich ihn wirklich vermisst habe und wie lange ein Monat sein kann. Er gibt mir Ruhe, Geborgenheit und Sicherheit. Ich bin ihm so dankbar dafür!
Ankunft:
Die Nervosität ist wieder da. Die Hektik der Menschen im Wagon steckt mich an. Alle warten gespannt bis die Tür aufgeht und sie angekommen sind während ich mir wünsche, ich hätte nie in diesen verdammten Zug einsteigen müssen. Ich stehe genau am Fenster der Tür. Der Zug fährt in den Bahnhof ein und die Blicke der Wartenden treffen mich. In der Hoffnung, ich wäre derjenige nach dem sie sich verzehren. Doch der bin ich nicht. Und als sie das bemerken wandert ihr Blick weiter zum nächsten. Und mir wird klar, der einzige der auf mich wartet sitzt 3 Stunden entfernt in seinem Wohnzimmer. Er wartet dort, wie ich hier, auf das nächste Ankommen.
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- Gezeigt:
- 3.22.09 / 9
- Kategorie:
- Reisenotizen
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